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Werbung in ChatGPT: Worauf Sie jetzt achten sollten
Seit August 2026 blendet OpenAI in ChatGPT bezahlte Anzeigen ein, auch in Deutschland. Betroffen sind der kostenlose Free-Tarif und der günstigere Go-Tarif. Die Verbraucherzentralen erklären, welche Daten die Werbung beeinflussen, woran Sie Anzeigen erk
Viele Menschen nutzen KI-Chatbots längst für mehr als allgemeine Fragen. Sie schildern dort gesundheitliche Probleme, finanzielle Schwierigkeiten, Rechtsfragen oder persönliche Konflikte. Bedenken Sie dabei: Diese Informationen können einen sensiblen Einblick in Ihr Leben geben.
OpenAI gibt an, bei Gesprächen über sensible oder regulierte Themen wie Gesundheit oder Politik keine Werbung zu schalten.
Die Verbraucherzentralen raten dennoch grundsätzlich davon ab, vertrauliche oder besonders sensible Informationen in einen KI-Chatbot einzugeben. Dazu gehören zum Beispiel:
Angaben zu Krankheiten, Diagnosen oder Medikamenten
Informationen zu Schulden, Kontoständen oder Einkommen
Details zu laufenden Rechtsstreitigkeiten oder jeglichen anderen privaten Dingen, die Sie mit keinem teilen würden.
Zugangsdaten wie Passwörter oder PINs
Namen, Adressen und andere Daten, die Sie oder andere Personen erkennbar machen
OpenAI schaltet seit dem 24. August 2026 bezahlte Anzeigen in ChatGPT.
Die Werbung soll zunächst in 31 europäischen Ländern erscheinen, darunter Deutschland und Österreich. Betroffen sind Nutzer:innen des kostenlosen Free-Tarifs und des günstigeren Go-Tarifs. Die teureren Abos Plus und Pro bleiben nach Angaben von OpenAI werbefrei sowie die Geschäftskunden-Angebote Business, Enterprise und Edu (für Studierende).
Zum Start soll es im Europäischen Wirtschaftsraum laut OpenAI keine personalisierte Werbung geben. Die Anzeigen sollen also nicht aus einem umfassenden Profil über Sie abgeleitet werden.
Trotzdem spielt Ihr Chat eine Rolle: Die Werbung kann sich am Inhalt des aktuellen Gesprächs orientieren. Informieren Sie sich gerade über ein bestimmtes Produkt oder vergleichen Sie Angebote, sehen Sie womöglich eine Anzeige, die genau dazu passt. Der aktuelle Chatinhalt kann also die Grundlage dafür sein, welche Werbung eingeblendet wird.
In den Werbeeinstellungen können Sie beim kostenlosen Free-Tarif in ChatGPT eine werbefreie Variante aktivieren. Der Nachteil: Sie können dann weniger Nachrichten schicken, weil ein strengeres Nachrichtenlimit gilt. Alternativ bleiben die teureren Tarife Plus und Pro ohne Werbung.
OpenAI will Anzeigen klar kennzeichnen und von den Antworten des Chatbots trennen. Genau hinzuschauen lohnt sich trotzdem. OpenAI beschreibt den Werbekanal unter anderem als Möglichkeit für Unternehmen, Menschen zu erreichen, die ChatGPT für Produktempfehlungen oder Preisvergleiche nutzen. Wird gerade ein konkretes Produkt beworben zu einem Thema, nach dem Sie fragen, fällt die Unterscheidung zwischen KI-Antwort und Anzeige womöglich schwer.
Behalten Sie deshalb im Hinterkopf: Eine angezeigte Empfehlung ist nicht automatisch die beste oder neutralste Antwort. Es kann sich um bezahlte Werbung handeln.
So gehen Sie mit Empfehlungen im KI-Chat um:
Achten Sie auf Hinweise wie „Anzeige“ oder „Gesponsert“.
Hinterfragen Sie jede KI-Antwort kritisch, besonders bei Kaufentscheidungen.
Prüfen Sie Produktinformationen und Preise über unabhängige Quellen, etwa Testberichte oder mehrere Vergleichsseiten.
Werbung in ChatGPT ist grundsätzlich zulässig, kommerzielle Kommunikation muss aber klar als solche erkennbar sein. Ob die konkrete Gestaltung der Anzeigen in ChatGPT diese Anforderungen erfüllt, muss im Einzelfall geprüft werden.
Textquelle: Verbraucherzentrale e.V.
Datum: 06.11.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Film- und Fernsehproduktion Rätzel
Stephan Rätzel
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