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IB Info

zur Arche Neuenhagen

Info vom IB an die Presse:
ARCHE Neuenhagen: Weiterbetrieb durch den IB in der Diskussion

Seit 30 Jahren betreibt die IB Berlin-Brandenburg gGmbH die ARCHE in Neuenhagen als Zentrum für Begegnung, Kultur, soziale Angebote und bürgerschaftliches Engagement. Mit seinen vielfältigen und Generationen übergreifenden Veranstaltungen hat sich die ARCHE zu einer überregionalen Institution entwickelt, aus dem einst baufälligen Gebäude entstand ein denkmalwürdiges Haus am Neuenhagener Dorfanger. Durch das bevorstehende Auslaufen des Erbbaupachtvertrags sind Verhandlungen mit der Gemeinde erforderlich geworden, um eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zur Fortführung der Einrichtung zu finden. Bislang konnte leider keine Einigung erzielt werden.

Der Erbbaupachtvertrag endet, dafür strebt der IB eine Anmietung der Arche an, damit beide Seiten flexibler sein können. Wie bisher – und bei soziokulturellen Orten in Gemeinden durchaus üblich – soll keine Miete fließen und die Kosten für das Haus von der Kommune übernommen werden – so, wie es in den letzten 33 Jahren gehandhabt wurde.

Von dem jährlichen Zuschuss der Gemeinde an den IB in Höhe von 110.000 Euro fließen rund 60.000 Euro in die laufenden Betriebskosten. Diese sollen auch in Zukunft durch den IB getragen werden. Mit der restlichen Summe werden Kosten für Hausmeister, Reinigung und Wachschutz gedeckt sowie für Veranstaltungen (Maimarkt, Weihnachtsmarkt), die der IB für die Gemeinde durchführt. Sie sind im Detail belegt und in den vergangenen Jahren exorbitant angestiegen. Der gesamte Zuschuss steht also nicht für eigene Veranstaltungen oder Projekte zur Verfügung, sondern deckt lediglich die Kosten für das Haus und zwei Gemeindefeste.
Die Angebote der ARCHE werden durch Förder- und Projektmittel ermöglicht, die der IB regelmäßig selbst einwirbt und in die ARCHE einbringt. Auch das Personal – neben dem oben genannten - wird über solche Projektmittel finanziert. Nicht durch den Zuschuss der Kommune.
Der IB hat die Immobilie vor 30 Jahren in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand übernommen und über drei Jahrzehnte saniert, erhalten und weiterentwickelt. Der Wert des Gebäudes – ohne Bodenpreis – hat sich laut eines Gutachtens durch Investitionen des IB in diesem Zeitraum um rund 380.000 Euro gesteigert. Die dafür fällige Entschädigungszahlung wurde zu Vertragsbeginn vor rund 30 Jahren zwischen der Gemeinde Neuenhagen und dem IB vertraglich vereinbart. Die Gemeinde erhält ein saniertes Haus mit einem hohen Gegenwert zurück, der Haushalt bleibt also ausgeglichen, weil der Zahlung das Gebäude mit hohem Wert gegenübersteht, das dann im Haushalt auftaucht.
Der vom IB gewünschte Mietzins in Höhe von null Euro kann nur vor dem Hintergrund bewertet werden, dass neben den Betriebskosten auch in Zukunft erhebliche Verpflichtungen für die Gebäudeunterhaltung, Reparaturen und andere Aufwendungen entstehen werden. Null Euro Miete bedeuten keinesfalls null Euro Kosten.

Der IB ist weiterhin daran interessiert, die erfolgreiche Geschichte der ARCHE gemeinsam mit der Gemeinde fortzuschreiben. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Vereinbarung, die die tatsächlichen Kosten, Leistungen, Verpflichtungen und wirtschaftlichen Risiken angemessen berücksichtigt.

“Der IB stellt keinerlei Forderungen, die sich abseits von nachgewiesenen Aufwendungen oder bestehenden Verträgen bewegen. Ich wünsche mir sehr, dass in der öffentlichen Diskussion die tatsächlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge dargestellt werden.“ Michaela Theurer, Regionalleiterin der IB Berlin-Brandenburg gGmbH

Textquelle: Michaela Theurer, Regionalleiterin der IB Berlin-Brandenburg gGmbH

Datum: 09.10.2026




Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Andreas Prinz
Redaktion


Tel.: 0 33 41 / 49 99 99

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