© Steffen Herre
Bad Freienwalde
feiert Altstadtfest
Ein bisschen Nebel hing am Samstagabend über Bad Freienwalde. Allerdings keiner, der vom Wetter kam. Zwischen Autoscooter und Fahrgeschäften sorgten Nebelmaschinen, leuchtend bunte Lichter und laute Musik dafür, dass die Innenstadt zeitweise nach Rummel als nach beschaulicher Kurstadt aussah. Und genau das stand ihr an diesem Abend ziemlich gut. Das Altstadtfest hatte Bad Freienwalde am Freitag und Samstag fest im Griff. Über der Königstraße flatterten Wimpel, auf dem Markt stand die Hauptbühne, dazu wurde in der Feuerwehrgasse, der Konzerthalle und auf verschiedenen Höfen gespielt und gefeiert. Bei meinem Besuch am Abend waren die Straßen ordentlich gefüllt.
Der Autoscooter lief praktisch durch, auch die anderen Fahrgeschäfte waren ziemlich gut besucht. Dazwischen zog der typische Duft eines Stadtfestes durch die Straßen. Langos, Burger, Hotdogs und Ketwurst trafen auf Kuchen, Zuckerwatte und jede Menge Süßes. Musikalisch konnte man sich praktisch einmal durch die Altstadt und quer durch die Geschmäcker bewegen. Misha Kovar brachte z.B. am Samstag einen Mix aus Klassik, Pop und Schlager auf die Bühne. Später traten unter anderem die Oderdammis auf und die Weitersagen-Show präsentierte sich auf der Hauptbühne. Letztere brachte als Westernhagen-Double die bekannten Songs zu Ohren. Und während an der einen Ecke noch Westernhagen durch die Altstadt klang, sah die musikalische Welt ein paar Straßen weiter schon völlig anders aus. Im Hof an der Karl-Marx-Straße/Ecke Fischerstraße lief der Kurstadt-Rave. DJ Tiefenrausch schickte dort satte Bässe und geniale Elektrosounds über den Hof. Erst wurde noch verhalten geguckt und mitgewippt, mit Einbruch der Nacht tanzten die Leute dann zu Bass und Lichtshow.
Auf der Hauptbühne wechselte am Samstag Nachmittag außerdem ein ganz besonderes Stück Bad Freienwalder Geschichte den Besitzer: Der Recknagel-Pokal wurde versteigert. Jenes ziemlich spezielle Stück, das bereits vor dem Altstadtfest für eine eigene kleine Geschichte gesorgt hatte. Vor allem fühlte sich der Abend angenehm frei und ungezwungen an. Die Leute kamen, blieben, tanzten irgendwo und trafen sich später an der nächsten Ecke wieder. Vielleicht half auch das Wetter ein bisschen nach. Ein lauer Spätsommerabend, an dem man weder Jacke noch Regenschirm brauchte, ist für ein Stadtfest schließlich ungefähr so wertvoll wie eine funktionierende Zapfanlage :-)
Hier und da hätte dem Fest zwar ein wenig mehr Liebe zum Detail gut getan, doch entscheidend war etwas anderes: fröhliche Menschen, leckeres Essen und gute Musik... Und manchmal braucht ein gelungenes Stadtfest eigentlich gar nicht viel mehr. Danke Bad Freienwalde.
Datum: 13.09.2026
Guten Appetit!
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Westernhagen Double
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Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
