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Bildung macht schlauer

PISA 2025 bestätigt dringenden Handlungsbedarf bei der Bildungsqualität

Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 der OECD zeigen einen weiteren Rückgang der Leistungen 15-jähriger Schülerinnen und Schüler in Deutschland in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. In allen drei Kompetenzbereichen liegt Deutschland nur noch leicht über dem OECD-Durchschnitt. Ergebnisse für einzelne Bundesländer werden im Rahmen der PISA-Studie nicht ausgewiesen. Aber in der neuen PISA-Bildungsstudie schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor.

Beim Lesen und Rechnen und in Naturwissenschaften wurden bei den getesteten 15-Jährigen die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der PISA-Erhebungen erzielt.
Allerdings gilt auch: Deutschland lag bei allen drei Testfeldern etwa im OECD-Durchschnitt und meist über den Mittelwerten der Europäischen Union. Beim Studienschwerpunkt Naturwissenschaften war Deutschland besser als etwa Frankreich, Spanien oder Dänemark.

Der deutsche Studienleiter Samuel Greiff von der TU München stellt negative Effekte durch die Corona-Pandemie und durch den Lehrkräftemangel fest – und durch Ablenkungen wie Smartphones und die übermäßige Nutzung sozialer Medien.
Auffällig: „Die Trennlinie läuft in Deutschland nicht zwischen Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungshintergrund, sondern zwischen Jugendlichen aus sozial privilegierten und sozial benachteiligten Familien“, so der Bildungexperte zur dpa.

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann sagt:
„In Brandenburg haben wir bereits klare Schwerpunkte gesetzt: Wir stärken Lesen, Schreiben und Rechnen, schaffen mehr Lernzeit und setzen früher bei der Sprachförderung an. Gleichzeitig müssen wir genauer hinschauen, wo Schülerinnen und Schüler Unterstützung brauchen.
“ Für bessere Grundkompetenzen hat Brandenburg "Leseband" und "Rechenband" pilotiert, getestet und die verpflichtende Einführung gestartet.
Hinter dem Leseband verbirgt sich eine wissenschaftlich erprobte Methode zur Steigerung von Leseflüssigkeit und Textverständnis, zum Beispiel durch Übungen wie das "Lautlese-Tandem", bei dem ein starker und ein schwacher Leser zusammenarbeiten.
Tägliche Routine soll fächerübergreifend den Wortschatz erweitern und Frustration beim autonomen Lesen abbauen. Beim Rechenband wird auf Intensiveinheiten direkt zu Beginn der Unterrichtsstunde gesetzt, um Kopfrechnen, Standardoperationen und Zahlenräume zu festigen. Durch die Automatisierung der Grundfertigkeiten, soll der Kopf im restlichen Unterricht freier für komplexere Zusammenhänge werden.
Auch die Sprachförderung setzt in Brandenburg künftig früher an:
Die evidenzbasierte Sprachstandserhebung wird auf das fünfte Lebensjahr vorgezogen. In der ersten Klasse wird die Sprachentwicklung erneut überprüft. So kann Förderbedarf frühzeitig erkannt und Kinder gezielter unterstützt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Abbau von Bildungsungleichheiten. Im Startchancen-Programm werden ganz gezielt Schulen gefördert, an denen die sozialen Unterschiede besonders hoch sind. Bund und Land stellen für Brandenburg rund 540 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung umfasst unter anderem zusätzliche Angebote in Deutsch und Mathematik und Unterstützung durch multiprofessionelle Teams.
Auf Bundesländer können die PISA-Ergebnisse nicht heruntergebrochen werden, dazu ist der Stichprobenumfang zu gering. Um Bundesländer miteinander zu vergleichen, dient in Deutschland der IQB-Bildungstrend. Dort hatte Brandenburg zuletzt im Mittelfeld gelegen.

Textquelle: Landesregierung Brandenburg Staatskanzlei

Datum: 08.09.2026


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Dieser Artikel wurde erstellt durch:

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