Lange Nacht der Museen 2026, Stummfilmkonzert mit Stephan Graf von Bothmer, Treffpunkt Museumsinsel
© Kulturprojekte Berlin, Foto: Alexander Rentsch
Lange Nacht der Museen
Berlin wurde zur Tatort-Nacht
75 Museen, rund 750 Veranstaltungen und mehr als 50.000 Menschen, die sich bis tief in die Nacht auf die Spuren des Verbrechens begaben: Die Lange Nacht der Museen machte Berlin am vergangenen Samstag zur kulturellen Tatortlandschaft. „Crime in Berlin“ lautete das diesjährige Motto und offenbar traf es einen Nerv. Das Deutsche Spionagemuseum, das Museum für Kommunikation, das Deutsche Technikmuseum, das Berliner Medizinhistorische Museum und das Samurai Museum Berlin konnten ihre hohen Besucherzahlen der vergangenen Jahre noch einmal steigern, so die Veranstalter.
Aber auch abseits der großen Häuser gab es einiges zu entdecken. Im Musikinstrumenten-Museum wurde bei „Tango Noir“ getanzt, in der Nikolaikirche sorgten unheimliche Orgelklänge für die passende Atmosphäre und im Kurt Mühlenhaupt Museum ging es musikalisch in die Unterwelt Neapels. Selbst die Anreise wurde an diesem Abend zum Erlebnis. Die historische S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Priesterweg war voll besetzt und auch die Stummfilmkonzerte auf der Museumsinsel lockten zahlreiche Nachtschwärmer an. Eine laue Sommernacht, in der Berlin einmal mehr gezeigt hat, dass Museen alles andere als langweilig sein müssen. Manchmal braucht es eben nur ein bisschen Dunkelheit, ein gutes Thema und 50.000 Menschen, die neugierig genug sind, der Sache auf den Grund zu gehen.
Die nächste Lange Nacht der Museen findet am 28. August 2027 statt. Dann gibt es sogar etwas zu feiern: Die Veranstaltung wird 30 Jahre alt.
Textquelle: Steffen Herre
Datum: 31.08.2026
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
