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Sicherheit vor Schnelligkeit
Nicht immer ist der kürzeste Weg der sicherste. Auf dem Schulweg zählt vor allem Sicherheit. HUK-COBURG bietet Faktencheck an.
Die Sommerferien neigen sich in Brandenburg dem Ende zu, die Kids können die Tage schon zählen.
Vor allem die Eltern der ABC-Schützen haben dieser Tage alle Hände voll zu tun. Nicht nur die Einschulungstüte will gepackt werden, ein Schulranzen samt Inhalt muss beschafft werden und acuh die Einschulungsfeier soll unvergesslich werden.
Doch noch wichtiger als das Einschulungsevent selbst, sind für den Knirpse die dann folgenden Tage, insbesondere der Schulweg!! Eltern tun gut daran, besagten neuen Lebensabschnitt gleich mehrfach abzulaufen und den Nachwuchs auf die Verkehrsregeln aufmerksam zu machen.
Zigtausende Kinder und Jugendliche machen sich wieder auf den Schulweg. Klar ist, der Verkehr erfordert volle Aufmerksamkeit. Kinder verunglücken besonders häufig am frühen Morgen, zwischen 7 und 8 Uhr, sowie ab Mittag, wenn die Schule aus ist. Der Weg zur Schule sollte also nicht der kürzeste, sondern der sicherste sein. Ein kleiner Umweg kann sich lohnen, wenn dafür Ampeln oder Schülerlotsen das Überqueren der Straße sicherer machen.
Worauf Eltern und Kinder beim Schulweg achten sollten Doch welches ist der sicherste Weg?
Auf schulweg.de können Sie noch einmal gegenchecken: Hier lässt sich eine möglichst sichere Route auf Basis bekannter gefährlicher Bereiche berechnen. Einen Teil der Daten zur Erkennung der Gefahrenstellen liefert die HUK-COBURG an die „Initiative für sichere Straßen“, Betreiber des Schulweg-Portals.
Eltern von ABC-Schützen rät die HUK-COBURG, die Route zusammen mit ihren Kindern zu planen und mehrfach abzulaufen. Wichtig ist auch, dass ein Kind mit ausreichendem Abstand zum fließenden Verkehr am Bordstein stehen bleibt. Und vor der Straßenüberquerung sollten Kinder immer den Blickkontakt zum Autofahrer suchen. Richtig üben lässt sich nur unter realen Bedingungen: Also morgens, wenn die Schule beginnt und mittags, wenn sie endet.
Doch der Gesetzgeber weiß, dass Kinder von der Komplexität des motorisierten Straßenverkehrs oft überfordert sind. Dies gilt besonders für die Einschätzung von Geschwindigkeiten und Entfernungen. Darum haften Kinder für Schäden, die sie Dritten bei einem Verkehrsunfall fahrlässig zufügen, erst ab ihrem zehnten Geburtstag. Das hat für Autofahrer weitreichende Konsequenzen. Werden sie in einen Unfall mit einem nicht-deliktsfähigen Kind verwickelt, haften sie unabhängig von der Schuldfrage.
Autofahrer müssen also stets damit rechnen, dass Kinder sich im Straßenverkehr nicht regelkonform verhalten. Ein Kind sehen, heißt vorsichtig fahren, beide Straßenseiten im Auge behalten und jederzeit bremsbereit sein. Dies gilt in besonderem Maße in verkehrsberuhigten Zonen sowie vor Kindergärten und Schulen.
Sicherheit auf dem Schulweg ist eine Gemeinschaftsanstrengung, die neben den Schülern auch Eltern, Lehrer und Kommunen umfasst.
Ob ältere Kinder über zehn Jahren tatsächlich für einen Unfall und seine Folgen einstehen müssen, hängt von ihrer Einsichtsfähigkeit ab. Entscheidend ist, ob sie die eigene Verantwortung und die Konsequenzen ihrer Handlungen richtig einschätzen können. Gleichzeitig kommt es auf das individuelle Verschulden in der konkreten Situation an und auf die Frage, ob von einem Kind dieses Alters korrektes Verhalten überhaupt erwartet werden konnte.
Lautet die Antwort ja, müssen aber auch Kinder für sämtliche Haftpflichtansprüche ihres Opfers aufkommen. Sobald das Kind selbst Geld verdient, muss es zahlen. Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, können auch sie zur Kasse gebeten werden. Schutz bietet in beiden Fällen eine private Haftpflichtversicherung.
Textquelle: HUK-COBURG
Datum: 18.08.2026
https://www.schulwege.de/ratgeber-sicher-zur-schule/
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
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