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Altlandsberg "9.Klässler" starten denkmal aktiv-Schuljahresprojekt

Was erzählen Kulturdenkmale über meinen Heimatort? Was kann ich herausfinden über ihre Entstehungszeit, was über die Baumaterialien der Region und alte Handwerkstechniken?

Solchen und vergleichbaren Fragen gehen Schülerinnen und Schüler in „denkmal aktiv“-Projekten nach.
Denkmale als Lernorte erleben, dabei ihre Geschichte und ihre Bedeutung für uns und für kommende Generationen kennenlernen – das ist die Idee von denkmal aktiv, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Im Schuljahr 2026/27 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) gemeinsam mit Partnern 46 Schulprojekte aus 12 Bundesländern, in denen Schülerinnen und Schüler Denkmale als Lernorte kennenlernen. Mit dabei sind Schulen von Hamburg bis Bad Tölz, von Krefeld bis Chemnitz. Die Projekte als Teil des Schulprogramms „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ erhalten eine Förderung in Höhe von jeweils 1.900 Euro sowie eine fachlich-koordinative Begleitung. Zahlreiche Schulen hatten sich mit vielfältigen Projektideen für das Lernen am Denkmal beworben. Die große Resonanz unterstreicht das Interesse, das baukulturelle Erbe praxisnah in den Unterricht einzubinden.

In Brandenburg nehmen im Schuljahr 2026/27 sechs Schulen an „denkmal aktiv“ teil: Mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandesburg fördert das Schulprogramm Projekte in Altlandsberg, Brandenburg/Havel, Erkner, Jüterbog, Rathenow und Senftenberg. Übersicht!

Schülerinnen und Schüler eines Wahlpflicht-Kurses der Klasse 9 der Stadtschule Altlandsberg wollen ihre Stadt nach gebauten Zeugnissen der Jahre 1933-1945 durchsuchen: Wie sorgen die Bauwerke dafür, dass diese Zeit von den Bürgern der Stadt wahrgenommen wird? Warum brauchen sie Denkmalschutz? Und wie müsste ein Denkmal heute aussehen, damit in der Schulgemeinschaft und bei den Bürgerinnen und Bürgern das Gedenken wachgehalten wird? Auch die vergleichende Beschäftigung mit Altlandsberger Kriegsdenkmalen verschiedener Zeiten, z.B. für die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges, hilft das Thema zu beleuchten. Ein Team aus Geschichtslehrerin und Jugendsozialarbeiter bereitet die Zusammenhänge der Entstehung dieser "unbequemen" Gedenkorte mit dem Kurs auf, die Kreativarbeiten werden von einem Künstler begleitet. Zwei Produkte sollen entstehen: ein Flyer zu den Denkmalen und Orten in der Stadt, die auf die NS-Zeit verweisen, und eine Schul-Ausstellung der von den Lernenden gestalteten Denkmal-Interventionen.

Die teilnehmenden Lerngruppen ab Klasse 5 an allgemein- und berufsbildenden Schulen setzen sich im kommenden Schuljahr mit einer breiten Themenpalette auseinander. Die Projekte spiegeln die Vielfalt des kulturellen Erbes wider. Sie bieten einen anschaulichen Zugang zur Geschichte und vermitteln zugleich Einblicke in Lebens- und Arbeitswelten vergangener Zeiten. Gleichzeitig greifen die Projekte aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen auf, etwa die Um- und Weiternutzung historischer Bausubstanz.

Schulen, deren Projektarbeit von denkmal aktiv gefördert wird, werden bei der Durchführung fachlich-koordinativ begleitet und mit 1.900 Euro unterstützt. Die Fördergelder stehen zur Verfügung, um Kosten zu decken, die im Rahmen der Projektarbeit der Lerngruppe entstehen.
Zeitrahmen

Anfang März jeden Jahres wird die Förderung von Schuljahresprojekten ausgeschrieben. Eine Bewerbung ist dann bis Anfang Mai möglich - für ein Projekt, das nach den Sommerferien startet und während des Schuljahres durchgeführt wird.
Schulen, die im kommenden Schuljahr eine Förderung erhalten, werden vor den Sommerferien ausgewählt und benachrichtigt. Weitere Informationen!

Werden in Ihrer Gemeinde gerade Diskussionen darüber geführt, ob ein Haus im historischen Ortskern erhalten oder abgebrochen werden sollte? Eine gute Gelegenheit, an diesem Beispiel die Werte von Denkmalen für unsere Gesellschaft zu erkunden und das Bauwerk als außerschulischen Lernort zum Gegenstand eines Schulprojekts zu machen!
Das Thema Nachhaltigkeit steht im Fokus, wenn es um Leerstand und Umnutzung geht oder darum, wie schädliche Umwelteinflüsse Denkmalen zusetzen, um die energetische Ertüchtigung historischer Bauten oder auch um denkmalgeschützte Grünanlagen und wie wir sie nutzen.
Auch Berufsorientierung ist in Denkmalprojekten möglich. An einem Baudenkmal vor Ort lässt sich ganz praktisch erfahren, welche Handwerke, planenden und dokumentierenden Berufe in welchen Einrichtungen der Stadt mit historischen Bauwerken beschäftigt sind und was sie tun.

Überlegen Sie einfach einmal, welche Denkmale es in Reichweite Ihrer Schule gibt, und Sie werden sehen, wie viel Spannendes sich damit in allen Fächergruppen realisieren lässt.


Mehr Informationen zu denkmal aktiv unter: https://denkmal-aktiv.de

denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule, das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bringt Schülerinnen und Schüler in direkten Kontakt mit historischen Gebäuden und ihren Geschichten. Seit 2002 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Programm bundesweit Projekte an Schulen, in denen Schülerinnen und Schüler Denkmale als authentische bauliche Zeugnisse ihrer Zeit kennenlernen und gibt Materialien heraus, die die Lernpotenziale von Denkmalen für den Unterricht erschließen. Das Programm setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen den Wert und die Bedeutung des baukulturellen Erbes näher zu bringen und den Denkmalschutz als gesellschaftliche Aufgabe zu vermitteln.






Textquelle: Dr. Susanne Braun / Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Datum: 27.06.2026


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www.denkmal-aktiv.de



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Film- und Fernsehproduktion Rätzel
Stephan Rätzel
Redaktion


Tel.: 033 456 72 19 89

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