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v.l. Eckhard Bruchmüller und Daniel Hoffmann

v.l. Eckhard Bruchmüller und Daniel Hoffmann
© Steffen Herre

Staub, Motoren und bewegender Moment

10. Dumperrennen

Wenn in Altranft die Motoren knattern, Staubwolken über die Strecke ziehen und Zuschauer an den Absperrungen mitfiebern, dann ist wieder Dumperrennen. Am Samstag war es bereits die 10. Auflage der beliebten Veranstaltung der Bad Freienwalder Dumperfreunde, einer Gruppe des Altranfter Traditionsvereins (ATV). Und die Jubiläumsausgabe hatte vieles zu bieten: spannende Rennen, Rekordbeteiligung, wechselhaftes Wetter und einen Moment, der vielen Besuchern in Erinnerung bleiben dürfte.

Über 500 Gäste fanden den Weg nach Altranft und erlebten eine Veranstaltung, die längst weit über die Region hinaus bekannt ist. Auf der liebevoll abgesteckten und dekorierten Rennstrecke gingen insgesamt 40 Fahrer und 1 Fahrerin an den Start. So viele wie noch nie zuvor.

Sonne und Staub bestimmten zunächst das Bild. Die historischen und teils aufgemotzten Dumper kämpften sich Runde um Runde im Qualifying über die Strecke, während die Zuschauer jede Kurve aufmerksam verfolgten. Galt es doch, nicht nur schnell, sondern auch fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Zwischendurch sorgte ein kurzer Regenschauer für eine kleine Unterbrechung. Doch die Pause war schnell vergessen, denn kaum zeigte sich die Sonne wieder, rollten die Fahrzeuge erneut mit Wucht über den Acker.

Hinter der Veranstaltung steckt ein eingespieltes Team aus zehn engagierten Organisatoren sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Sponsoren, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass das Rennen überhaupt möglich wird. Gegründet wurde die Veranstaltung einst von Uwe Sinkewitz und Eckhard Bruchmüller.

Besonders emotional wurde es bei einer Gedenkminute für Mitgründer Uwe Sinkewitz, der im vergangenen Jahr nach kurzer Krankheit überraschend verstorben war. Alle Dumper stellten sich dafür auf der Strecke auf. Für einen Moment wurde es still, ganz still – plötzlich starteten alle Fahrer gemeinsam ihre Motoren. Das laute Knattern der Maschinen erfüllte das Gelände und wurde zu einem ganz besonderen Gruß an einen Mann, ohne DEN es dieses Rennen vermutlich nie gegeben hätte. Tränen und Gänsehaut zugleich – Ruhe in Frieden, Uwe Sinkewitz.

Die Cheerleader des SV Jahn Bad Freienwalde hatten die schwierige Aufgabe, diesen besonderen Moment wieder in sportliche Faszination zu drehen und sie haben diesen Spagat im wahrsten Sinne des Wortes mehr als gemeistert. Ein großartige Darbietung, die viel Applaus bekam. Dieser brandete immer wieder auf, wenn die Fahrzeuge über die Ziellinie oder entlang der zuschauer-Zone durch den Dreck staubten. An der Strecke wurde gefachsimpelt, gelacht und angefeuert. Die Zielflagge schwenkte unermüdlich, während sich auf und neben der Strecke zeigte, warum das Dumperrennen längst mehr ist als ein Motorsportevent:

Es ist ein Treffen von Freunden, Familien, Technikbegeisterten, Dorfgemeinschaft und weit angereisten Fans. Ein Tag voller ehrenamtlichem Engagement, Faszination für historische Technik und echter Verbundenheit. Nach zehn Rennen steht fest: Das Dumperrennen in Altranft ist längst Tradition geworden. Und wenn man die Begeisterung von Fahrern und Besuchern erlebt hat, dürfte die Geschichte noch lange nicht zu Ende sein – auch, wenn die Organisation über die Jahre nicht leichter wird.



Im zweiten Wertungslauf der Deutschen Dumpermeisterschaft setzte sich Maik Schurig durch. Platz zwei belegte Filip Krahl vor Markus Donat.

In der U18-Wertung gewann Franz Sarenk vor Albert Neumann und Ben Pech.

Bei den Fahrern über 60 Jahre sicherte sich Eckhard Bruchmüller den ersten Platz. Frank Freier wurde Zweiter, Thomas Donat belegte Rang drei.



Datum: 14.06.2026


Gedenken an Uwe Sinkewitz - Fahrer: Uwes Sohn Enrico Sinkewitz

Gedenken an Uwe Sinkewitz - Fahrer: Uwes Sohn Enrico Sinkewitz
© Steffen Herre

Annett "Netti" Glase

Annett "Netti" Glase
© Steffen Herre



Marcus Wallberg

Marcus Wallberg

Jonas Glase

Jonas Glase

Gottfried Scheeler

Gottfried Scheeler

Daniel Ruprecht moderierte

Daniel Ruprecht moderierte

Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur

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