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Gerd Markert im Gespräch

Gerd Markert im Gespräch
© Edgar Nemschok

Schwarz-weißer Blick in die 1990er

Zeitenblende Bernau II mit Fotos von Gerd Markert im Bernauer Kantorhaus eröffnet

Mit sehr eingehenden Worten eröffnete Kulturamtsmitarbeiterin Sabine Oswald die Ausstellung „Zeitenblende Bernau, die 90er II“ im Kantorhaus Bernau. „Vor einem Jahr, als der Frühling dabei war, sich zu behaupten, zeigten wir die erste Ausstellung mit Schwarz-Weiß-Fotos von Gerd Markert. Sie konnte sich eines großen Zulaufs und Interesses erfreuen“, blickte sie zurück und war sich sicher, dass es auch mit der zweiten Ausstellung so sein werde. „Dass die Fotografie ein Kunstgenre ist, können wir als erwiesen betrachten“, sagte sie. Auch Pressefotografie? „Gerd Markert würde es von sich weisen, als ein Künstler zu gelten. Aber wir müssen auch nicht ihn dazu befragen, sondern seine Bilder.“ Als Pressefotograf fing Gerd Markert von 1991 bis 1998 genau beobachtend ein, wie die Stadt Bernau ein neues Colorit erhielt und Veränderungen mit einer bis dato ungekannten Dynamik vor sich gingen. Gerd Markert hat dies in seinen Fotos festgehalten – in den Straßen, auf den Plätzen, in den Gesichtern der Menschen. Inzwischen sind seine Bilder Zeitzeugnisse geworden.

Schon bei der Vernissage – die mit Gitarrenklängen von Clemens Koch musikalisch umrahmt wurde – war der Andrang groß. Die Besucher zeigten auf Bilder, kramten in Erinnerungen, waren erfreut, wenn sie Dinge wiedererkannten. Und wie im vorigen Jahr gibt es auch dieses Mal das Angebot, sich zu den Bildern zu äußern. Schon klebten kleine Zettel mit persönlichen Bemerkungen neben den Fotos. So bekamen die Bilder aus den 1990ern einen aktuellen Bezug zur Gegenwart, auch wenn es das abgebildete Haus womöglich gar nicht mehr gibt.

Der 1966 in Eisenhüttenstadt geborene Gerd Markert arbeitete nach dem Abitur und der Armeezeit einige Jahre als Kameraassistent im DEFA-Dokumentarfilmstudio Babelsberg und anschließend als Fotograf für die Märkische Oderzeitung in den Lokalredaktionen Bernau und Strausberg. Seit 2023 ist der Neuenhagener als selbständiger Fotograf tätig.

Die Fotoausstellung im Kantorhaus an der Tuchmacherstraße 13 ist bis 17. Mai 2026 freitags, sonnabends und sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

Textquelle: Irina Voigt

Datum: 20.04.2026


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Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktionsbüro reisereste.de
Edgar Nemschok
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