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© Steffen Herre

Tag des Bibers

Architekt der Oderbruch-Gewässer

Am heutigen Tag des Bibers lohnt es sich, beim nächsten Spaziergang einen Blick auf unsere heimischen Gewässer zu werfen. Der Aktionstag wurde 2009 von der US‑Organisation Beavers: Wetlands & Wildlife ins Leben gerufen, um die Bedeutung des Bibers für Ökosysteme hervorzuheben und aufzuzeigen, wie Mensch und Biber in Einklang leben können.

Der europäische Biber (Castor fiber) hat sich nach jahrzehntelanger Abwesenheit wieder zurückgekämpft und prägt heute die Auen, Deiche und Teiche in unserer Region. Besonders im Oderbruch findet er ideale Lebensräume, wie z.B. ruhige Gewässer, Ufergehölze und versteckte Seen.

Biber sind dabei wahre Landschaftsbauer: Mit ihren kräftigen Zähnen fällen sie Bäume und errichten Dämme, die Wasser stauen, Feuchtgebiete entstehen lassen und zahlreichen Tieren wie Fröschen, Libellen oder seltenen Pflanzen Lebensraum bieten. Gleichzeitig kann ihre Arbeit Konflikte verursachen: Dazu zählen etwa überflutete Felder oder blockierte Wasserläufe. Brandenburg hat deshalb ein Bibermanagement eingeführt, das Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen zusammenbringt.

Wer die Tiere beobachten möchte, sollte dies respektvoll tun! Am besten früh morgens oder in der Dämmerung. Biberspuren wie abgeknabberte Rinden, kleine Dämme oder Biberrutschen (an den plattgedrückten Pflanzenresten zu erkennen) am Wasser geben Hinweise auf ihre Aktivität. Gerade im Oderbruch lassen sich so einige Entdeckungen machen.

Wer zum Beispiel mit dem Kanu unterwegs ist, hat die besten Aussichten, einen Biber zu entdecken. Der Kanuverleih Oderberg hilft gern bei einer Tourenplanung. Weiterhin gibt es fachkundige Erklärungen im Nationalparkhaus Unteres Odertal bei Criewen. Ganz nebenbei bieten sich vor dort herrliche Wander- und Spazierwege in der Natur.

Datum: 07.04.2026


Nationalparkhaus

Nationalparkhaus
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Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur

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