© Steffen Herre
Chaos, Wiese, Leben – oder
wenn die Lämmer losrennen
Kurz hinter Strausberg, irgendwo im Märkisch-Oderland, eigentlich wollte ich nur kurz raus. Luft holen und Sonne genießen. Und dann stehen sie da. Lämmer. Kleine. Und ganz ehrlich: ruhig ist das nicht. Sie rennen los, bleiben abrupt stehen, drehen wieder um, als hätten sie den eigenen Plan verloren. Ein „mähhh“ irgendwo dazwischen. Dann wieder Vollgas. Dann wieder nichts.
Ich bleibe stehen. Klar, das macht man so.
Auf dem Feld daneben zieht ein Traktor seine Bahn, langsam und in Staub gehüllt, als würde er noch den Winter aus der schon wieder zu trockenen Erde holen. Mehr passiert eigentlich nicht. Und genau das reicht, denn mittendrin ist dieses drollige Leben auf vier Beinen und mit hellbraunem Fell bepackt.
Zwischen Februar und April ist hier alles ein bisschen auf Anfang gestellt und durcheinander: Frühling eben, alles fährt wieder hoch, auch die Wiesen und schon lange die lästigen Pollen. Trotzdem: das Osterlamm, Symbol mit Geschichte, das gehört irgendwie dazu. Wird gebacken, wird gegessen und wird erzählt. Auch hier auf dem Bauernhof, zwischen Holzscheiten und Hühnerkacke.
Dieses „es geht wieder los“ merkt man nicht nur hier draußen, sondern auch auf den Veranstaltungen der Region, wie zum Beispiel im MAFZ Erlebnispark Paaren beim „Havelländer Frühling“ in Paaren im Glien. Saisonstart, Tiere im Grün, Musik, Kinder überall, alles draußen, alles offen. Genau dieses gleiche Gefühl eigentlich: Winter war gestern, jetzt wird wieder gelebt. Hoffentlich mit Sonne, wünschen sich alle.
Hier auf dem Bauernhof ist's nichts anderes ist als das im Park.
Nur ohne Bühne. Ohne Programm. Einfach Wiese mit Gatter.
Und diese Lämmer, die machen, was sie wollen. Dazu noch ein „mähhh“ - mehr braucht es eigentlich nicht dieser Tage!
Datum: 26.03.2026
© Steffen Herre
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Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
