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Symbolische Übergabe – Marcel Kerlikofsky (2. v. l.), Schülervertreter, Patrick Gumpricht und Nils Stindl zerschneiden zur Einweihung der Kletterspinne ein Band.

Symbolische Übergabe – Marcel Kerlikofsky (2. v. l.), Schülervertreter, Patrick Gumpricht und Nils Stindl zerschneiden zur Einweihung der Kletterspinne ein Band.
© Stephan Dreyse

Große Freude über neue Kletterspinne

Rehfelde: Spielgeräte übergeben

Kinder und Bildung auch bei angespanntem Haushalt wichtig

Rehfelde (sd) Am Dienstag wurden auf dem Gelände der Rehfelder Grundschule gleich drei neue Angebote für Pausen und Erholung offiziell eingeweiht. Rehfeldes Bürgermeister und der Amtsdirektor der Märkischen Schweiz betonten, dass auch in Zeiten knapper Haushalte Kinder und Bildung Priorität haben.

„Es ist doch alles fertig“, tönten die Jungen und Mädchen der Grundschule Rehfelde in den letzten Tagen häufiger. Sie wollten unbedingt die neue Kletterspinne mit ihrem leuchtend roten Netz in Beschlag nehmen. „Die Eröffnung ist im Laufe der Woche geplant, doch erst muss der TÜV das Gerät freigeben“, beschwichtigten Schulleiter Nils Stindl und sein Kollegium immer wieder. Stand Montag noch ein großer Bauzaun, war es Dienstag nur noch Absperrband.

Zunächst wussten die Klassensprecher der Jahrgänge drei bis sechs nicht, worum es bei dem Termin am Dienstagvormittag ging. „Das ist ein ganz besonderer Moment, den auch ich nicht so häufig erlebe“, leitete Nils Stindl ein und deutete an, dass viel Geld investiert worden sei. Nachdem von Dezember bis Februar eine Baustelle auf dem Schulhof war, gelang die Überraschung vollauf: Das neue Seilkletterspielgerät konnte endlich eingeweiht werden. Die Klassensprecher in ihrer besonderen Rolle durften dabei als allererste in die roten Wanten der Kletterspinne. Da die Abnahme durch einen Vertreter des TÜV bereits Montagnachmittag erfolgte, konnte die Spannung verkürzt werden.
Ein gutes Jahr – viel zu lange habe die Realisierung gedauert, wie Bürgermeister Patrick Gumpricht erklärte. Er sei selber hier zur Schule gegangen und finde vor allem auf den Außenanlagen noch vieles so vor, wie es schon zu seiner Zeit gewesen ist. „Heute kommt eine größere Änderung und es wird nicht die letzte sein“, so Gumpricht. Trotzdem die Gemeinde mit ihren Geldern haushalten müsse, stünden Kinder und Bildung immer oben auf der Prioritätenliste. Daher freute er sich, dass hier investiert werde. „Nutzt es, spielt, aber lasst es ganz, damit ihr lange etwas davon habt“, lud Rehfeldes Bürgermeister die Kinder ein und fügte hinzu, er würde einmal mit ihnen um die Wette klettern, wenn sein Terminkalender es erlaube.

Es werde noch viel getan werden, jedoch Stück für Stück, schloss Patrick Gumpricht. Erfreut, es endlich einweihen zu können zeigte sich auch Amtsdirektor Marcel Kerlikofsky. Vor allem dem Einsatz der Gemeindevertreter sei es zu verdanken, dass das Vorhaben umgesetzt werden konnte. Dank gelte ebenso den Mitarbeitern von Galabau Bernd Scheffler aus Podelzig, die sich für die Errichtung der Kletterpyramide von Kompan verantwortlich zeigten.
Rund 39.750 Euro habe die Gemeinde in das neue Gerüst mit dem roten Netz investiert, so Kerlikofsky weiter. Aus eigenen Mitteln betonte der Amtsdirektor. Zusätzlich sind noch eine neue Tischtennisplatte und eine Ballfanganlage mitsamt Toren an anderer Stelle auf dem Schulgelände errichtet worden. Weitere 10.000 Euro investierte die Gemeinde Rehfelde aus Mitteln aus dem Haushaltsjahr 2025. Das verdeutliche den Wert der Kinder und zeige, wie wichtig Nachwuchs und Bildung sind, führte Marcel Kerlikofsky weiter aus.

IN älteren Unterlagen hatte Nils Stindl gefunden, dass im April 2013 das letzte neue Spielgerät eingeweiht worden sei – damals noch über den Schulförderverein. „Die Neugestaltung des Schulgeländes war schon lange Thema in der Gemeinde“, so Stindl auf seinem Exkurs. Doch rund zwei Millionen Euro, wie ursprünglich veranschlagt, konnte die Gemeinde kaum stellen, sodass eine andere Lösung her musste.

„Wir stellen nun jedes Jahr etwa 50.000 Euro zur Verfügung, von denen auch kleinere Sachen angeschafft werden können. So vollziehen wir die Umgestaltung Stück für Stück“, führt Patrick Gumpricht aus und betont, dass die Kinder stets einbezogen und ihre Wünsche berücksichtig werden. Zudem sei eine gestückelte Umsetzung auch organisatorisch besser mit dem Schulalltag vereinbar. „Die Idee ist auch, mit bescheidenen Mitteln an verschiedenen Stellen etwas zu erreichen und flexibler zu sein“, ergänzt Rehfeldes Schulleiter.

„Wir freuen uns und haben lange darauf gewartet. Endlich mehr Platz“, dankten die beiden Schülervertreterinnen im Namen aller Jungen und Mädchen. Einen extra Dank sprach Nils Stindl dem Fachbereich, den Gemeindevertretern, den Bauarbeitern und allen anderen Beteiligten aus. Er werde „hartnäckig bleiben“ und zukünftig weiter auf eine enge und gute Zusammenarbeit setzen.

Passend zur neuen Tischtennisplatte hatte Rehfeldes Bürgermeister einige Sätze Schläger und Bälle mitgebracht, die sogleich eingeweiht wurden. Die Kinder sollen sich indes nicht nur austoben, sondern auch Kraft schöpfen für den Unterricht. Weiterhin sieht Gumpricht hier auch den künftigen Nachwuchs für die örtlichen Vereine, der ebenso gefördert werden müsse.

Textquelle: Stephan Dreyse

Datum: 10.03.2026


Als allererste durften die Klassensprecher der Jahrgänge drei bis sechs das neue Gerät einweihen.

Als allererste durften die Klassensprecher der Jahrgänge drei bis sechs das neue Gerät einweihen.
© Stephan Dreyse

Zur neuen Tischtennisplatte übergab Patrick Gumpricht (4. v. l.) neue Schläger und Bälle.

Zur neuen Tischtennisplatte übergab Patrick Gumpricht (4. v. l.) neue Schläger und Bälle.
© Stephan Dreyse



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Andreas Prinz
Redaktion


Tel.: 0 33 41 / 49 99 99

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