© Frau Kutzner
Müncheberg: Bürgerforum
Verkehrsorganisation in der Siedlung
Rund 200 Bürger diskutieren über Verkehrsorganisation in der Siedlung
Großes Interesse zeigte sich beim 1. Bürgerforum am 4. März 2026 zur Verkehrsorganisation in der Siedlung (zwischen Karl-Marx-Str. und Eberswalder Str.) in Müncheberg. In der Stadtpfarrkirche versammelten sich zwischen 18:00 und 20:00 Uhr rund 200 Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Interessierte, um ihre Ideen einzubringen und über mögliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zu diskutieren.
Mit dem Beschluss Nr. 186-14-2025 beauftragte die Stadtverordnetenversammlung Müncheberg am 4. Dezember 2025 den Bürgermeister, im ersten Quartal 2026 zwei Bürgerforen zur Verkehrsorganisation in der Siedlung durchzuführen.
Zu Beginn des Forums wurden in aller Kürze die Inhalte der beiden im Jahr 2025 durchgeführten Workshops des Ausschusses für Bauen, Ortsentwicklung, Klimaschutz, Ordnung und Sicherheit (Bauausschuss) vorgestellt, bevor das Mikrofon an die Bürger übergeben wurde. Die Stadt Müncheberg, vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister und Leiter der Stabstelle Pascal Jahn, wies darauf hin, dass es an diesem Abend ausschließlich um die Meinung der Bürger gehe. Es solle keine Wertung oder Kommentierung der Beiträge erfolgen, vielmehr würden die Ideen aufgenommen.
Das Problem in der Siedlung wird insgesamt von den Anwohnern als vielschichtig beschrieben: hohe Geschwindigkeiten, starke Verkehrsbelastungen, ein hoher Anteil an Durchgangsverkehr, erhebliche Lärmbelastung und ein niedriges Sicherheitsgefühl prägen den Alltag im Wohngebiet.
Mit dem Start der Redebeiträge riss der Austausch nicht ab: ein Beitrag folgte dem anderen. Die Vorschläge der Bürger waren vielfältig und spiegelten die unterschiedlichen Perspektiven wider. Einige Anwohner sprachen sich klar gegen die geplanten Einbahnstraßen aus, während andere die Variante „Anlieger frei“ favorisierten.
Mehrere Teilnehmende plädierten dafür, zunächst alle Straßen zu bearbeiten, um eine gleichmäßige Entlastung im gesamten Siedlungsgebiet zu erreichen, und die Einbahnstraßen erst danach einzuführen. Weitere Ideen umfassten den Ausbau der Straße zwischen Dahmsdorf und der B1 als Umgehungsstraße, die Sperrung bestimmter Straßen in digitalen Navigationssystemen, um nicht ortsansässigen Verkehr umzuleiten, sowie kostengünstiges Schottern von Straßen. Es gab zudem Vorschläge für Mischlösungen, etwa die Waldstraße als Einbahnstraße mit gleichzeitigem „Anlieger frei“-Zugang.
Die Wahrnehmung des Problems variierte stark: Während einige Anwohner kaum Veränderungen über die letzten Jahrzehnte bemerkten, berichteten andere von einer hohen Zunahme an nicht ortsansässigen Fahrzeugen. Wieder andere wiesen darauf hin, dass auch ortsansässige Anwohner zur Verkehrszunahme beitragen können – ein Dienstwagen eines Bewohners kann beispielsweise ein „fremdes“ Kennzeichen haben, und auch Besucherverkehr oder Lieferdienste führen zu mehr Verkehr. Pauschale Zuordnungen seien daher nicht immer zutreffend.
Insgesamt entstand ein positiver und reger Austausch mit unterschiedlichen Sichtweisen und Ideen. Allen Teilnehmenden gilt ein herzlicher Dank für die aktiven Beiträge und die konstruktive Mitwirkung beim Bürgerforum.
Das zweite Bürgerforum findet am 1. April statt, bei dem einige der Vorschläge erneut aufgegriffen und mit Zahlen untermauert werden sollen.
Textquelle: Stadt Müncheberg, Frau Kutzner
Datum: 05.03.2026
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Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
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