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Detailreich und coloriert: eine der historischen Ansichten von Freienwalde (r.)

Detailreich und coloriert: eine der historischen Ansichten von Freienwalde (r.)
© Gabriele Rataj

Parkentdeckungen von A wie Altlandsberg bis W wie Wulkow

Zahlreiche interessierte Besucher sind am Sonnabend (28. Februar) der Einladung zur Vernissage der neuen Ausstellung "Schlösser und Parks in Märkisch-Oderland. Ein Blick in Vergangenheit und Gegenwart" in der Galerie der Orangerie Altlandsberg gefolgt.

Altlandsberg. Um die 90 Gäste konnte Altlandsbergs Bürgermeister Michael Töpfer dazu eingangs in der Schlosskirche begrüßen. Denn alle Zeichen haben zu der inzwischen 11. Galerieausstellung auf dem Schlossgut auf Aufbruch in den Frühling gestanden: Sonne satt und Wärme, erste Frühlingsblüten aus dem Garten zwischen zurückhaltend colorierten historischen Ansichten hinter Glas, Musik von Bach und Reger auf dem Cello und damit vielfältigste Angebote, sich auf Entdeckungstour zu begeben.
Die Präsentation lebe von den wundervollen Bildern und den pittoresken Landschaften, die dem jahrelangen Sammeln von Einzelblättern des Kunstfreundes Hardy Gudzinski zu verdanken sind, machte Laudator Dr. Reinhard Schmook seine Freude über die von Dr. Rainer Zeletzki kuratierte Exposition öffentlich. Wenn auch die Künstler oft nicht genau bekannt sind, so trugen doch die zwei namhaften Verleger Alexander Duncker (1813–1897) und Jean Morino (um 1800 in Berlin) zur Verbreitung ihrer Werke bei. Allein von Duncker gebe es 960 Farblithografien, die ein kulturgeschichtliches Bild von den Besitzständen jener Zeit abgeben, führte Schmook aus. Sammlungen wie das Berliner Kupferstichkabinett oder die Bibliothek der Humboldt-Universität bewahren solche Schätze.
Einen Eindruck davon liefert die gegenwärtige Ausstellung in der Galerie. 55 Schlösser und Parke haben die Ausstellungsmacher allein für Märkisch-Oderland aufgelistet, darüber hinaus zwölf gut erhaltene besuchenswerte Anlagen im weiteren Umkreis. Im Zusammenspiel von Wort und Bild, einordnenden Texten auf Bannern, den Lithographien sowie auf einer großen historischen Landkarte geografisch auffindbar, macht der Rundgang einfach Lust auf Entdeckungen. Ganz im Sinne der Sätze Prof. Eberhard Görners im Gästebuch: "Das Paradies liegt immer vor der eigenen Haustür. Nur die Blinden sehen es nicht. Meine Hochachtung vor den Ausstellungsmachern."
Sie sei von dieser Fülle überrascht, gestand nach dem Rundgang auch die Vertreterin des Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft, Beatrix Thumm, beeindruckt. "Ein Kleinod", urteilte sie über die Galerie als Teil des Gesamtensembles Schlossgut Altlandsberg. Im oft diskutierten Spannungsverhältnis von Bewahren und Pflege bau- und gartengeschichtlichen Erbes einerseits und dem Biotopschutz in den heute teils verwilderten Parken andererseits hatte Dr. Schmook das Altlandsberger Schlossgut-Areal in seiner Laudatio als "glückliches Universal-Biotop" bezeichnet: Die gestaltete Anlage geht in frei sich entwickelnde Natur über. Was hier als gelungen eingeschätzt wird, kann bei Entdeckungstouren weiterer Parke in Märkisch-Oderland selbst verglichen werden.

Textquelle: Gabriele Rataj

Datum: 01.03.2026


In Endlosschleife: Die Präsentation kann auch ergänzend bzw. bequem sitzend auf dem Bildschirm verfolgt werden.

In Endlosschleife: Die Präsentation kann auch ergänzend bzw. bequem sitzend auf dem Bildschirm verfolgt werden.
© Gabriele Rataj

Musikalisch von Anna Braun untermalt (im Hintergrund R. Schmook und R. Zeletzki)

Musikalisch von Anna Braun untermalt (im Hintergrund R. Schmook und R. Zeletzki)
© Gabriele Rataj



Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktionsbüro reisereste.de
Gabriele Rataj
Redakteurin

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