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Gefahrenpotenzial Eisstand auf der Oder
Brieger Gänse einzigartig schön und tükisch - Land Brandenburg bereitet sich auf Deichverteidigung vor
Wegen des Eisstands auf der Oder und der damit verbundenen Hochwassergefahr hat das Landesamt für Umwelt (LfU) am Oberlauf des Flusses mit regelmäßigen Deichkontrollen begonnen. Diese Kontrollen erstrecken sich von Schwedt stromaufwärts bis in das Oderbruch. Aktuell liegt der Eisstand im Bereich Lunow und wird bis zum Abend das Oderbruch auf Höhe Hohensaaten erreichen.
Die Pegel Stützkow und Hohensaaten/Oder sind jüngst deutlich angestiegen.
Derzeit sind nach Angaben des LfU jedoch noch keine Probleme wegen möglicher Eisversetzungen entstanden, die weitere Maßnahmen nach sich ziehen müssten.
Bei anhaltendem Dauerfrost rechnet das LfU jedoch mit einer stromaufwärts wandernden Eisstandsgrenze. Täglich frieren zirka 15 Kilometer des Flusses in Richtung Süden zu.
Deshalb kann gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden, dass der Eisstand Frankfurt/Oder erreicht. Aus diesem Grund wird auch die Hochwasserschutz-Baustelle an der Uferwand in Frankfurt (Oder) verstärkt kontrolliert. Weitere Sicherungsmaßnahmen, die erforderlich werden könnten, wenn das Eis sich weiter ausbreitet, werden gegenwärtig mit dem Baubetrieb abgestimmt.
Um die regelmäßigen Kontrollen zu ermöglichen, werden die Deichverteidigungswege an der Oder vom Schnee beräumt und gestreut. Hilfe wurde unterdessen vom Landkreis Märkisch-Oderland angeboten: Mitarbeiter des Landkreises werden bei Bedarf die Eis- und Deichkontrollen unterstützen.
Mit dem Eisaufbruch auf der Oder wird gegenwärtig noch nicht begonnen.
Das LfU weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine kritische Hochwassergefahr besteht. Die Kontrollen dienen dazu, um schnell reagieren zu können, wenn sich Eisversetzungen bilden sollten, die auch die Deiche gefährden könnten.
Auch an den anderen Flüssen im Land Brandenburg beobachtet das LfU Eisbildungen: An Elbe und Havel sind gegenwärtig trotz Eisbildung keine Abflussbehinderungen erkennbar. Auch bei der Spree und der Schwarzen Elster sind keine Probleme, Wasserstandsanstiege oder Havarien bekannt.
An der Dosse wurden am Wochenende oberhalb von Neustadt/Dosse Grundeisbildungen und Eisversetzungen entfernt.
Textquelle: Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Datum: 12.01.2026
https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/aktuelles/presseinformationen/detail/~09-01-2026-eisbildung
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