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gesetzliche Neuregelungen

Januar 2026

Gesetze und Regelungen im Januar 2026 – Das ändert sich für Bürger und Unternehmen

Zum Start ins neue Jahr bringt der Januar 2026 gleich eine Reihe wichtiger Änderungen und Neuerungen in den Bereichen Energie, Finanzen, Arbeit, Rente und Verbraucherschutz. Die Bundesregierung hat zahlreiche Maßnahmen beschlossen, die den Alltag vieler Menschen direkt betreffen.

Bei den Energiekosten gibt es Entlastung: Seit 1. Januar 2026 entfällt die Gasspeicherumlage, zusätzlich sorgt ein Bundeszuschuss dafür, dass private Haushalte und Unternehmen von sinkenden Stromkosten profitieren. Insgesamt sollen Bürger und Firmen so rund zehn Milliarden Euro im kommenden Jahr einsparen. Für Autofahrer wird es ebenfalls attraktiver: Die Kfz-Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge wird bis Ende 2030 verlängert, Pendler profitieren von einer höheren Pauschale, und die Umsatzsteuer auf Speisen in Restaurants sinkt auf sieben Prozent.

Auch im Bereich Arbeit und Soziales gibt es Neuerungen: Der Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro pro Stunde, Minijobs werden höher vergütet, die Mindestausbildungsvergütung steigt auf 724 Euro im Monat. Paketboten erhalten durch das unbefristete Schutzgesetz mehr Sicherheit, und die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld bleibt bei 24 Monaten stabil. Gleichzeitig bleibt das Bürgergeld unverändert bei 563 Euro für Alleinstehende, die Sozialversicherungsgrenzen steigen jedoch leicht.

Im Bereich Rente und Altersvorsorge setzt die Politik auf Stabilität und Flexibilität: Das Rentenniveau bleibt bis 2031 bei 48 Prozent, die Aktivrente erlaubt einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro pro Monat, und auch die Betriebsrente soll künftig für mehr Beschäftigte attraktiv sein. Für Erwerbsminderungsrenten steigen die Hinzuverdienstgrenzen, und das reguläre Rentenalter liegt für den Jahrgang 1960 bei 66 Jahren und sechs Monaten.

Modernisierung und Digitalisierung sind ebenfalls Themen: Das digitale Bürokratiemeldeportal EinfachMachen“ ermöglicht Bürgern, Hindernisse in der Verwaltung zu melden, und Gerichte testen Online-Verfahren, um Prozesse effizienter zu gestalten. Zudem werden Unternehmen im Rahmen der NIS-2-Richtlinie verpflichtet, höhere IT-Sicherheitsstandards einzuhalten.

Für Familien gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Das Kindergeld steigt ab Januar um vier Euro auf 259 Euro pro Monat. In Landwirtschaft und Umwelt gibt es Zuschüsse für Agrardiesel, E-Schrott kann leichter entsorgt werden, und die CO2-Steuer steigt moderater als zuvor. Auch der Verbraucherschutz wird gestärkt: Ein neues Vergiftungsregister beim Bundesinstitut für Risikobewertung soll Risiken frühzeitig erkennen und die Beratung verbessern.

Datum: 05.01.2026


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Dieser Artikel wurde erstellt durch:

Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
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