© Steffen Herre
Eichenprozessionsspinner
Begegnung
Was Eltern über den Eichenprozessionsspinner und das aktuell 3. Larvenstadium wissen sollten
Wenn im späten Frühling die Tage wärmer werden, zieht es viele Familien in die Natur. Parks, Wälder und Spielplätze bieten Raum zum Spielen, Toben und Entdecken. In manchen Gegenden kann man dabei auf eine besondere Raupenart treffen: den Eichenprozessionsspinner. Ab dem dritten Larvenstadium – einem bestimmten Entwicklungsabschnitt – trägt diese Raupe feine Härchen, die auf die Haut und die Atemwege empfindlich reagieren lassen können.
Gerade Kinder, die neugierig unterwegs sind und gern Dinge anfassen, können versehentlich in Kontakt mit den winzigen Haaren kommen. Diese lösen bei manchen Menschen Juckreiz, Rötungen oder Hustenreiz aus – manchmal sofort, manchmal erst nach einiger Zeit. Auch Kleidung oder Picknickdecken können die Härchen aufnehmen, wenn sie unter Eichenbäumen liegen, in denen sich die Raupen aufhalten. Der Deutsche Wetterdienst hat eigens dafür ein Frühwarnsystem namens „PHENTHAUproc“ online gestellt.
Wichtig ist deshalb ein achtsamer Blick: Wer weiß, wie die Raupen aussehen und wo sie sich bevorzugt aufhalten – nämlich an Eichenstämmen und in ihren typischen Gespinstnestern – kann den Kontakt leicht vermeiden. Alte Nester sollten ebenfalls nicht berührt werden, denn die Haare bleiben darin noch lange wirksam. Sollte doch einmal eine Reaktion auftreten, helfen gründliches Duschen, Kleidung wechseln und bei Bedarf ein Besuch beim Arzt.
Datum: 23.05.2025
Ein Bild von der Raupe hat das Ärzteblatt online.
Dieser Artikel wurde erstellt durch:
Redaktion MOL Nachrichten
Steffen Herre
Redakteur
